#ergänzt am 02.12.2018 #ENDE

Der Herr Karl - im Salomon-Haus

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Premiere am: 17.05.2008
Einakter von Helmut Qualtinger und Carl Merz
Regie: Oliver K. Lugmayr

 

 

Zum Stück:
„Der Herr Karl“ ist vermutlich Österreichs berühmtestes Ein-Personenstück, das als Schwarz-Weiß-Film mit Helmut Qualtinger in die Geschichte einging. Der Einakter erzählt die Geschichte eines sympathisch wirkenden Magazineurs, der sich im Laufe des Stücks als Opportunist und unberechenbarer Mitläufer zeigt. Der Durchschnittsbürger wird als Mittäter entlarvt. Diese Form der „Vergangenheitsbewältigung“
sorgte naturgemäß für Aufruhr bis hin zu Morddrohungen für Qualtinger.

Der Theaterverein Kremsmünster wird das Salomon-Geschäft als Kulisse für ein einmaliges Projekt wiederbeleben.
Seit dem Jahr 1616, so steht es über dem Hauptportal, bildet das Salomonhaus an der Hauptstraße einen Teil des Ortszentrums von Kremsmünster. Den heutigen Bewohnern ist es als Geschäftslokal der Gebrüder Eduard und Hans Salomon bekannt. Die beiden übernahmen nach dem Tod ihrer Eltern deren Gemischtwarenhandlung und führten es als Farbhandlung und Eisenwarengeschäft weiter. Die Brüder ließen den Do-it-yourself-Boom ungenützt, nahmen den Kampf gegen Bau- und Heimwerkermärkte erst gar nicht auf und betrieben ihren Laden fast unverändert bis zuletzt.
So ist im Salomon-Haus in den Nachkriegsjahren die Zeit stehen geblieben. Vollholz-Schubladenkästen, ein massiver Ladentisch und allerlei selbstgezimmerte Regale und Kisten prägten das Erscheinungsbild im Inneren des Geschäfts durch die letzten Jahrzehnte hindurch.
Kaum ein Kremsmünsterer, der diese Atmosphäre nicht genau beschreiben könnte - egal ob er vor 5 oder vor 25 Jahren zum letzten mal dort eingekauft hat. 2007 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt und das Haus bzw. die gesamte Liegenschaft im Ortszentrum durch die Gemeinde Kremsmünster erworben.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude soll renoviert werden und unter Einbeziehung des Grundstücks zukünftig den Ortskern beleben. Geschäfte, Wohnungen, ein Park, ja sogar eine Tiefgarage wurde bereits ins Gespräch gebracht. Doch vorher soll dieses einzigartige Flair noch einmal den Kremsmünsterern geboten werden.

Vom Theater am Tötenhengst ins Gewölbe – Expositur Salomonhaus
Der Dilettanten-Theaterverein 1812 Kremsmünster, der mit seinen Aufführungen im Theater am Tötenhengst einen weitläufigen Bekanntheitsgrad und hervorragenden Ruf genießt, wird das Geschäftslokal als einmaligen Spielort nutzen. Der Laden wurde dafür nahezu unverändert belassen.
Nur leichte Veränderungen , die dem Publikum Platz und Einsicht auf die „Bühne“ verschaffen sollen, wurden getätigt.
Das Stück selbst, „ Der Herr Karl“ von Qualtinger und Merz ist für den Spielort wie geschaffen: die
Handlung spielt in den 60ern in einem Magazin unterhalb eines Feinkostladens.
Federführend für dieses Projekt sind in erster Linie zwei Personen:
Als Paradeschauspieler und Aushängeschild des Theatervereins wird Rudi Kautny den „Herrn Karl“
mimen. Zuletzt in der Nestroy-Rolle des „Schnoferl“ im Mädl aus der Vorstadt oder auch als Max in der
Komödie „Othello darf nicht platzen“ ist er dem Theaterpublikum in bester Erinnerung.
Kautny war es auch, der dieses einzigartige Projekt „erfunden“ hat.
Als Partner holte er sich Oliver Lugmayr, der bereits in den letzten Stücken als Ideen-Lieferant tätig war
und nun sein Regie-Debüt feiert.

Trailer auf YouTube


Im Anschluß laden wir zu einem kleinen Heurigen-Imbiss.

ACHTUNG! Ab sofort auch auf DVD erhältlich! - Interessante Ansichten aus dem Inneren des Salomon-Hauses.

BESETZUNG
Der Herr KarlRudi Kautny

HINTER DER BÜHNE
IdeeRudi Kautny
BühnenbildGebrüder Salomon, Franziska Armbruster
MaskeRenate Prühlinger
TechnikMario Wakolbinger
InspektionSilvia Pichler
SouffleuseGitta Fischer
ServiceManfred Neubauer